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Der Oligarch

Vadim Rabinovich bricht das Schweigen

Der Oligarch Cover
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299 Seiten, 21,4 x 14,2 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3203815275
Erschienen 2001
Europa Verlag Hamburg

Noch nie zuvor hat ein Oligarch aus der Ex-UdSSR Interna verraten. Die Oligarchen schweigen und halten ihr Wissen geheim. Einer aber ist jetzt bereit auszupacken: Vadim Rabinovich.

Kriminelle Syndikate und korrupte Politiker, russisch-ukrainische Mafiya und internationale Geschäftsleute. Vadim Rabinovich, einer der einflussreichsten Oligarchen aus der Ex-UdSSR, kennt sie.
Seine Biografie erscheint wie ein Mikrokosmos dieser Szenerie. Er ist Teil des Systems, profitiert von ihm - und kritisiert es zugleich. Rabinovich nennt Namen. Das hat bereits vor Erscheinen des Buchs für einen Bestechungsskandal gesorgt.
Rabinovich zählt zu den reichsten und mächtigsten Männern der Ukraine mit engen Beziehungen zu den politischen Machtzirkeln und Oligarchen in Russland, aber auch zu internationalen Politikern und Wirtschaftsmagnaten. Polizeidienststellen behaupten, er sei das wichtigste Verbindungsstück zwischen legalen und kriminellen Geschäftsmännern in der ehemaligen Sowjetunion. Er wird observiert und hat in den USA Einreiseverbot. Vadim Rabinovich hat Jürgen Roth anvertraut, was er über "das System" weiß und über die "dreckigen" Geschäfte, zu denen er sich bekennt, jedoch Abstand gewinnen will. Im Oktober wurden Jürgen Roth mehr als eine halbe Million DM geboten, um die Veröffentlichung dieses neuen Buches zu verhindern. Man vermutet, dass die Hintermänner dieser Aktion aus dem Umkreis der ukrainischen Mafia stammen.

Presse
Interview mit dem Bayerischen Rundfunk

Der Wiesbadener Kurier über das Buch:
"Einen Tag vor meiner Abreise hierher sagte man mir, wenn ich auf dieser Pressekonferenz den Namen Fuchsmann nenne, werde ich nicht mehr in der Lage sein, irgendeinen weiteren Namen zu nennen." Das sagt Vadim Rabinovich, einer der mächtigsten Geschäftsleute der Ukraine bei der Vorstellung eines Buches von Jürgen Roth mit dem Titel "Der Oligarch" in Berlin. In dem Buch packt Rabinovich über die Ost-Mafia aus. Obwohl Rabinovich die Drohungen ernst nimmt, erzählt er doch von Boris Fuchsmann. Mit ihm habe er ein Unternehmen betrieben. Als er gemerkt habe, dass es nicht mit rechten Dingen zugehe, habe er seinen Anteil von zweieinhalb Millionen US-Dollar zurückgegeben. Hinter einer Düsseldorfer Filmfirma stecke die russische Mafia, sagt Rabinovich: "Das ist eine Filiale der kriminellen Strukturen Russlands." Rabinovich nimmt die Drohungen gegen ihn ernst, weil sein ehemaliger Partner "auch Kontakt zu hohen Militärs ehemals in Deutschland stationierter Truppen unterhält".
Warum aber "bricht er sein Schweigen", wie es im Untertitel des Buches heißt, er, "der zu den reichsten und mächtigsten Männern der Ukraine mit engen Beziehungen zu den politischen Machtzirkeln und Oligarchen Russlands" zählt, wie es im Pressetext des Europa-Verlags heißt? Vor vier Jahren habe er den inzwischen verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Iganz Bubis, getroffen. Der habe ihn aufgefordert seinen Namen zu säubern, sonst sei er nicht würdig, die jüdische Gemeinde in der Ukraine zu vertreten. Rabinovich ist deren Vorsitzender.
Die Buchrecherchen waren nicht unbemerkt geblieben. Im vergangenen Herbst bot ein österreichischer Polizeibeamter Roth in Wien 4,2 Mill. SF an, damit das Buch nicht erscheine. Roth schaltete die Polizei ein, der Beamte flog als Kontaktmann der Mafia auf und wurde vom Dienst suspendiert.

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